Fragen und Antworten zu den Corona-Tests in den Sindelfinger KiTas

Stand: 10.06.2021

Der Landkreis Böblingen ermöglicht ab Montag, den 14.06.2021, dass Kinder auch zu Hause getestet werden können. Die erforderlichen Unterlagen gibt es hier: https://geb-kitas-sindelfingen.de/210610_bestaetigungsformular-testung-zu-hause/ Für Kinder ab dem 6. Lebenjahr gilt weiterhin, dass Sie über die Einrichtung getestet werden! https://geb-kitas-sindelfingen.de/210610_bescheinigung-testung-ab-dem-6-lj/
Die Tests werden von den Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Der Landkreis Böblingen hat die Testpflicht für die KiTas im Kreis bis Ende Juni 2021 verlängert.
„Auch die Rückmeldung aus den Einrichtungen und von vielen Eltern bestärken uns in dem Vorgehen.“
Die Corona-AG ist ein Gremium, das aus Vertretern der vier Großen Kreisstädte sowie Vertretern der 22 Städten und Gemeinden sowie dem Landrat besteht: https://www.lrabb.de/start/Aktuelles/kita-testungen+bis+ende+juni+im+landkreis+boeblingen.html
Nach unseren Informationen sind keine Elternvertreter in der Corona-AG vertreten und somit auch nicht an den Beratungen beteiligt!

Am 29.04.2021 fand eine Informationsveranstaltung zu den verpflichtenden Tests in den Sindelfinger KiTas für die Elternbeiräte statt. Hier geht’s zum Protokoll. Danke an alle TeilnehmerInnen für umfassende Fragen und noch umfassendere Antworten.

Ist die Teilnahme an den Tests freiwillig?
Ab 26.04. sind die Tests nicht mehr freiwillig! dann gilt eine Testpflicht für KiTa-Kinder. Achtung: Man stimmt automatisch dem Test zu, wenn man sein Kind in die KiTa bringt. Ohne regelmäßige Teilnahme an den Tests ist ein KiTa-Besuch nicht mehr möglich.

An welchen Tagen finden die Tests statt?
Die Tests finden immer montags und donnerstags statt.

Sind die Erzieher fachlich geschult, um die Testungen vorzunehmen?
Ja, in jeder KiTa sind mindestens zwei Personen durch medizinisches Fachpersonal geschult worden.

Können Eltern ihre Kinder auch zu Hause testen?
Selbstverständlich ist das in Eigenregie möglich, allerdings werden derzeit keine Tests von der Stadt dafür zur Verfügung gestellt und auch nicht anerkannt.

Welche Tests werden angewendet?
Für Kinder jünger als 3 Jahre: Lollitest (Antigen-Lutschtest)
Video:


Für Kinder älter als 3 Jahre: Nasentest (PoC-Antigen-Test)
Video:

Es gilt das Prinzip: So viel Selbstständigkeit der Kinder wie möglich und so viel Unterstützung wie nötig. Die Kinder werden spielerisch angeleitet.

Was passiert, wenn sich ein Kind weigert?
Es wird mehrmals versucht, das Kind spielerisch an die Tests heranzuführen. Nach drei erfolglosen Versuchen wird ein Gespräch zwischen KiTa-Leitung und Eltern geführt. Es ist auch möglich, dass Eltern unter Aufsicht eines Erziehers ihre Kinder vor der KiTa testen. Bitte hierzu Kontakt zur jeweiligen KiTa-Leitung aufnehmen.

Gibt es Unterstützung durch Eltern oder das DRK?
In der Anfangsphase werden die Tests in allen städt. KiTas von deren MitarbeiterInnen durchgeführt/begleitet. Wenn sich im Laufe der Zeit, z.B. nach Rücksprache mit dem hauseigenen Elternbeirat, andere Modelle entwickeln, so können diese umgesetzt und dokumentiert werden.

Müssen die ErzieherInnen beim Testen FFP2-Masken und Schutzkleidung tragen?
Es gibt keine Verpflichtung. Es wird empfohlen, mindestens Handschuhe zu tragen.

Positiver Test

Im Fall eines positiven Tests: Wer ist K1? Wie lange muss man in Quarantäne und wer muss in Quarantäne?
In der Regel betrifft dies die KiTa-Gruppe und die ErzieherInnen sowie die Haushaltsangehörigen des betreffenden Kindes – zumindest so lange, bis das Ergebnis eines PCR-Tests vorliegt. Jeder positive Fall wird vom Krisenstab der Stadt Sindelfingen bewertet. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt aktuell eine 14-tägige Quarantäne.

Dann, wenn die Kinder und ErzieherInnen mindestens 10 Minuten lang Kontakt zu dem betreffenden Kind hatten (wovon im Gruppenverband auszugehen ist), sind sie auch so lange von der Quarantäne betroffen, bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt. Eine Ausnahme besteht bei den ErzieherInnen, wenn sie durchgehend FFP2-Masken getragen haben (wozu sie aber im Kontakt mit den KiTa-Kindern nicht verpflichtet sind!).

Was passiert mit den gebrauchten Tests, insbesondere wenn dieser positiv ist?
Alle Tests werden in entsprechenden Mülltüten entsorgt.

Stehen für alle Kinder ausreichend Tests zur Verfügung?
Bei der Kalkulation der Bestellmenge wurden alle KiTa-Kinder berücksichtigt.

Wer bezahlt die Tests?
Die Tests werden jeweils zu 50 % vom Land Baden Württemberg und der Stadt Sindelfingen bezahlt.

Wie viel kostet ein Test?
Bis zu 6.- € (Kostendeckelung)

Wie viele Tests hat die Stadt Sindelfingen eingekauft?
Seitens der Stadt Sindelfingen wurden 40.000 Tests beschafft, u. a. auch für die Schulen.

Die Kinder werden ggf. flächendeckend  getestet, wie sieht es bei den Erziehern aus? Unterstützt die Stadt Sindelfingen die ErzieherInnen bei Selbsttests zu Hause?
Die pädagogischen Fachkräfte können seit Anfang April zwei Selbsttests pro Woche in Anspruch nehmen. Auch diese werden seitens der Stadtverwaltung zentral beschafft.

Werden auch Hortkinder getestet? Finden diese versetzt zu den Tests in den Grundschulen statt?
In der Regel werden Hortkinder in der Schule getestet. Sollten die Lehrkräfte auf die Hort-ErzieherInnen zukommen, mit der Bitte, die Kinder, die bereits vor Schulbeginn den Hort besuchen, dort zu testen, so wird dem entsprochen.

Gilt die Testpflicht auch für die Notbetreuung?
Die Angebote der Kindertagesbetreuung gehen ab einer 7-Tage-Inzidenz von 165 in die Notbetreuung. Die Testpflicht gilt auch für die Notbetreuung.

Auch die Augsburger Puppenkiste hat ein Video für Kinder zu den Tests und zum Testen erstellt:

11 Kommentare zu „Fragen und Antworten zu den Corona-Tests in den Sindelfinger KiTas

  1. Diese Testung findet rein auf Vertrauensbasis statt. Bereits bei der Betreuung sind wir auf das Vertrauen in die Erzieher angewiesen. Bei medizinischen Tests geht mir das zu weit. Ich möchte bei den Testungen anwesend sein.

  2. Gibt es aktuell bereits weitere Testmöglichkeiten, die kindgerechter sind? Von unserer Kita wurde mitgeteilt, dass beispielsweise die Lutschtests nur für die Krippenkinder vorgesehen sind. Doch diese Alternative wäre rein logisch auch für die älteren Kinder denkbar und auch angenehmer in der Anwendung.
    Ich denke, dass es sinnvoll ist mehrere Lösungsvorschläge im Umgang mit den Tests und dem Verfahren selbst anzubieten, um die Kinder von eventuellen Folgeschäden zu schützen!

    • Liebe Berna,
      danke für Deinen Kommentar.
      Bislang gibt es keine weiteren Testmöglichkeiten.
      Für die Kinder älter als 3 Jahre die sogenannten Nasentests und für die Kinder unter 3 Jahren die Lolli-Tests (voraussichtlich ab morgen). Momentan gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass es durch die Anwendung der Tests zu Folgeschäden kommen kann. Die Nasentests werden – nach vorherigem Schnäuzen – im vorderen Bereich der Nase durchgeführt. Eine Bemerkung hierzu: Jedes tiefe Nasenbohren mit dem Finger ist schädlicher für die Nase als diese Tests.
      Ein Punkt ist auch der Preis des jeweiligen Tests. Je mehr Tests eingekauft werden, umso günstiger ist der einzelne Test. Falls Du trotzdem weitere Bedenken hast, so wende Dich gerne an Deine KiTa-Leitung.

      Viele Grüße

      Dein
      GEB-Vorstand

  3. Mein Sohn (3 Jahre) wurde heute im Kindergarten das erste Mal getestet. Er fand es sehr lustig und sagte die Erzieherin hat ihn mit einem Wattestäbchen in der Nase gekitzelt, da haben alle gelacht. Die Kinder verkraften das sehr gut, es sind die Eltern mit ihren Sorgen die Probleme sehen / machen.

    • Liebe B.,
      danke für Deinen Kommentar. Ja, Berichte dieser Art erreichen uns auch 🙂
      O-Ton Kind: „Wenn mein Test positiv ist, dann bin ich eben krank und wenn ich dann gesund bin, komme ich wieder in die KiTa!“
      Uns ist bewusst, dass das Thema „Testen“ entweder sehr positive oder sehr negative Gefühle, besonders bei den Eltern, hervorruft. Und alle Gefühlsstufen dazwischen sind natürlich auch vertreten.
      Wir denken, dass es gut ist, Bedenken und auch Vertrauen zu äußern, denn mit einer offenen Kommunikation lassen sich viele Dinge besser klären.

      Viele Grüße
      Dein
      GEB-Vorstand

  4. Guten Abend, gibt es eigentlich eine Äußerung vom Landkreis aus welchem Grund im Kreis Böblingen explizit eine Testung der Kinder zuhause durch die Eltern mit entsprechender Dokumentation nicht ausreichend ist, wenn es doch in den meisten anderen umliegenden Regionen (Stuttgart, Tübingen, z.B.) sogar ausdrücklich erwünscht ist.
    Das würde den Erzieherinnen, die personell ja meist eh nur knapp besetzt sind viel erleichtern.
    Viele Grüße A.Meyer

  5. Guten Tag, warum werden nicht auch Spucktest für die Kindergartenkindet zur Verfügung gestellt? Das ausschließlich Nasen-/Popeltest’s eingesetzt werden und diese dann auch nur vor Ort in der Kita durchgeführt/anerkannt werden kann nicht die Lösung sein! Spucktests wären eine viel angenehmer Variante. Das Kinder so einen Test als Eintrittskarte für die Kita benötigen ist schon erschreckend genug ansonsten werden sieh ja ausgeschlossen, dann sollten hierfür wenigstens eine Auswahl zur Verfügung stehen.
    Müssen die Erzieher/innen auch eine Testkontrolle (Testzentrum) nachweisen?

    • Liebe/r Krüger,

      vielen Dank für Deine Nachricht.
      Im Vergleich zu den anderen beiden Testarten sind die Spucktest weniger zuverlässig, daher haben sich Landkreis und Stadt dagegen entschieden.
      Wie für alle Erwachsenen sind auch Tests für ErzieherInnen frewillig. Nach Auskunft der Stadtverwaltung lassen sich fast alle ErzieherInnen testen. Außerdem nimmt die Anzahl der (freiwillig) Geimpften immer weiter zu. Bezüglich der Tests zu Hause: siehe Petition in der Antwort an Frau Meyer.

      Viele Grüße
      Dein
      GEB-Vorstand

  6. Unser Elternbeirat hat uns nach der Online-Informationsrunde zum Thema Testpflicht informiert, dass die Verantwortlichen der Stadt groß damit „geworben“ haben, dass die Testungen im pädagogischen Gruppengeschehen spielerisch eingebaut werden und die Kinder genau aus diesem Grund keine größeren Probleme mit der Testung hätten. Für sie sei es ein unbeschwertes Spiel, zusammen mit ihren Freunden.

    Fakt ist aber schon seit längerem, dass die Kinder nicht mehr spielerisch im pädagogischen Kontext in der Kleingruppe getestet werden, sondern einzeln direkt nach dem Ankommen. Vorher dürfen sie erst gar nicht in den Gruppenraum.

    Warum ist man hier so unehrlich und spielt mit dem Vertrauen der Eltern, die diesem Massentesten sowieso kritisch und unsicher gegenüber eingestellt sind, die aber keine andere Möglichkeit haben? Die Eltern sind diesem intransparenten Handeln hilflos ausgesetzt, weil die Mehrheit der Eltern auf die Kinderbetreuung angewiesen ist. Auf der anderen Seite vertraut die Stadt den Eltern aber nicht, dass diese ihre Kinder zu Hause testen dürfen. Durch solche Aktionen wird das Misstrauen und der Unmut jedoch umso größer.

    Den Kindern wird Stück für Stück alles genommen. Gruppentrennung, kein Sport, keine Aktionen, kein Singen, kein einfühlsames Begleiten z.B. bei Toilettengängen oder Ruhezeiten, Erzieher tragen Masken … Und dann werden die Kinder in der Notbetreuung noch ausgefragt, ob ihre Mama auch wirklich arbeitet! Das Misstrauen und der Unmut wächst!

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